WWE Survivor Series 2024

November ist WarGames-Zeit.

Womens WarGames Match
Bayley, Bianca Belair, Iyo Sky, Naomi & Rhea Ripley vs. Nia Jax, Liv Morgan, Candie LeRae, Raquel Rodriguez & Tiffany Stratton

Ich erwarte wenig und wurde sogar noch enttäuscht. Das Match war erzwungen, es war unsauber und das Ende war auch genauso zu erwarten.
3/10

WWE United States Title Match
LA Knight vs. Shinsuke Nakamura

Das wurde noch schnell auf die Card gepackt. Konnte man mit 10 Minuten gut weggucken, der Titelwechsel wird in Erinnerung bleiben (zumindest im Kurzzeitgedächtnis). Mal sehen was man aus Knight jetzt macht, seine Reaktionen gehen auch zurück.
5/10

WWE Intercontinental Title Match
Bron Breakker vs. Ludwig Kaiser vs. Sheamus

Gutes Match. Die WWE baut hoffentlich auf Das Wunderkind Ludwig Kaiser. Breakker ist mir teilweise zu dominant, trotzdem unterhaltsam mit einer angenehmen Länge.
7/10

WWE World Heavyweight Title Match
Gunther vs. Damian Priest

Fand ich schlechter als ihren Kampf beim SummerSlam. Priest stagniert momentan auch enorm. Gunther brauch mal frische Gegner, ob das Finn Balor ist wage ich zu bezweifeln.
6/10

Mens WarGames Match
Roman Reigns, Jimmy Uso, Jey Uso, Sami Zayn & CM Punk vs. Solo Sikoa, Jacob Fatu, Tama Tonga, Tonga Loa & Bronson Reed

Der einzige Grund die Series zu gucken. Was seit Monaten aufgebaut wird findet ihr einen weiteren Höhepunkt. Interessant war die Hinzunahme von CM Punk, durch dessen Geschichte mit Heyman macht da aber wieder Sinn. Die Matchhöhepunkte passten, das Ende war absehbar. Starkes WarGames Match.
9/10

Der Main Event und das IC Title Match retten den Abend, an den Rest wird man sich nicht wirklich erinnern. Die WWE hat den Vorteil das die Show (wenn man die Werbung überspringt) ziemlich schnell vorbei ist.
7/10

AEW Full Gear 2024

Puh, AEW macht mir aktuell wenig Spaß. Die Stories packen mich nicht, das Wrestling ist auch einfach nur “da”. Ich hoffe (für mich) das man hier bald eine positivere Richtung einschlägt, da ich mich sonst weiter durch die Shows quälen muss.

AEW World Tag Team Tite Match
Private Party vs. Kings of the Black Throne vs. The Acclaimed vs. The Outrunners
Völlig überladenes Match zu Beginn, das zu keiner Zeit Spannung aufbauen konnte. Als erste Titelverteidigung für Private Party war es auch zu egal.
5/10

Roderick Strong vs. MJF
Die Story um MJF, Adam Cole, Roderick Strong und allem was dazu gehört nervt einfach nur. Das man mit dieser Rolle den GoldenBoy MJF quält, hilft uns allen nicht. Das Match war da, man hätte vollständig darauf bei einem PPV verzichten können.
6/10

AEW TBS Title Match
Mercedes Mone vs. Kris Statlander
Endlich ein richtig gutes Mone-Match. Die knapp 20 Minuten vergingen wie im Flug, sie konnten gut und mitreißend gefüllt werden.
8/10

Jay White vs. Adam Page
Nach WrestleDream das zweite Kapital. Etwas weniger gut, trotzdem hohes Niveau. Es hätte keine 20 Minuten benötigt, sowas kann man auch in 11 bis 13 regeln.
7/10

Will Ospreay vs. Kyle Fletscher
Match des Abends. Was anderes kann man bei den beiden auch nicht erwartet. Für die Fehde kam es mir viel zu früh, da hätte man das erste Aufeinandertreffen noch weiter ausreizen sollen. Man muss aufpassen das Ospreay nicht weiter in diese Videospiel-Ecke geht, da er so ganz schnell uninteressant wird.
9/10

AEW TNT Title Match
Jack Perry vs. Daniel Garcia

Beide geben mir wenig. Das Publikum fühlt ebenso und ignoriert das Match. Garcia wird einem ja grade aufgezwungen, nachdem man wohl viel Geld investiert hat um ihn zu halten. Perry ist ein unrealistischer Charakter. Mit 18+ Minuten auf zu lang.
4/10

AEW International Title Match
Konosuke Takeshita vs. Ricochet

Auch hier geht man wieder 20 Minuten. Das Match hätte es gar nicht gebraucht. Dazu es hat zwischen beiden nicht geklickt und auch hier war das Publikum nicht involviert. War ok.
6/10

Swerve Strickland vs. Bobby Lashley
Ähnlich wie Fletscher/Ospreay überstürzt man hier das erste Aufeinandertreffen von Strickland und Lashley. Ansonsten war es für Lashley perfekt, das man dafür allerdings Strickland opfert ist halt nicht sehr weitsichtig gebookt.
7/10

AEW World Title Match
Jon Moxley vs. Orange Cassidy

Die Story um die Death Riders gibt mir gar nichts. Orange kann ich als Herausforderer nicht ernst nehmen. Das Match hatte auch kein Nutzen, außer das Aftermath aufzubauen. Das man dafür den Main Event opfert, finde ich schade.
4/10

Zwei gute Matches, ein guter Showcase. Es wurden wieder 4 Stunden zu eng gefüllt, kein Wunder das auch die Leute in der Halle irgendwann abschalten. Am Stück kann ich mir AEW PPVs eh nicht angucken, aber momentan muss ich mich gefühlt zwingen zu Ende zu gucken.
5/10

WWE Crown Jewel 2024

Wir sind zum zweiten Mal in diesem Jahr in Riyadh, Saudi-Arabien.

Wir starten direkt mit einem Six Man Tag Team Match zwischen Bloodline 1.0 (Roman Reigns, Jey und Jimmy Uso) gegen Bloodline 2.0 (Jacob Fatu, Solo Sikoa, Tama Tonga). Auf dieses Match wird seit April hingearbeitet, grade mit Blick auf die Survivor Series und (ist das mittlerweile tradionell?) WarGames. Die „Versöhnung“ zwischen Reigns und Jey Uso kam mir ein bisschen zu plötzlich, da hat man in zwei Wochen ziemlich viel Entwicklung reingepackt. Es war das typische Bloodline 1.0 Match, es lebt von den Charakteren. Das Ende war zu erwarten, im Aftermath spielte auch Sami Zayn eine Rolle, für WarGames braucht man den vierten Mann. 6/10

In einem Fatal Four Way Match um die WWE Womens Tag Team Title traten Bianca Belair & Jade Cargill gegen Chelsea Green & Piper Niven gegen Damage CTRL (Iyo Sky & Kairi Sane) gegen Meta Girls (Jakara Jackson & Lash Legend) an. Das sind zuviele Teilnehmer, es war das was man erwarten konnte. 5/10

Seth Rollins gegen Bronson Reed folgte. Ein richtiges starkes Match, das dem Aufbau der letzten Wochen gerecht wurde. In meinen Augen der falsche Sieger, aber Reed wurde extrem stark dargestellt. Er könnte Abwechslung in den Main Event Bereich bringen. 8/10

Es folgte das erste von zwei extrem unnötigen Crown Jewel Title Matches, hier waren die Damen dran. Liv Morgan gegen Nia Jax. Es war klar das der „Money in the Bank„-Koffer von Tiffany Stratton mal wieder einen Part, aber keine Rolle spielen wird. Richtige Siegerin, Match war überflüssig. Lass es eine einmalige Geschichte bleiben. 3/10

Kevin Owens gegen Randy Orton war für den Abend angekündigt, offiziell angeläutet wurde das Match aber nie. Es entstand ein großer Brawl, der als Übergang zum ersten wirklichen Aufeinandertreffen dienen wird. Das Segment war gut umgesetzt.

Der WWE United States Title wurde in einem Triple Threat Match zwischen LA Knight, Andrade und Carmelo Hayes verteidigt. Leider ein wenig zu kurz und weder Andrade noch Hayes waren eine ernsthafte Gefahr für Knight. War ok anzusehen. 7/10

Im Main Event folgte das zweite, unnötige Crown Jewel Title Match. Diesmal Cody Rhodes gegen Gunther um die Männerversion. Wie unnötig ist bitte dieses Match? Gunther wird als absolutes Monster dargestellt und Cody ist einfach der Good-Guy Babyface Champion, das darf keiner verlieren. Man versuchte beide Stile zu kombinieren, es war gut. Das Finish war gut gelöst, dennoch unnötig. 7/10

Nach Bad Blood wieder ein Event der nicht wirklich überzeugt. Nach dem guten Sommer scheint man aktuell auf einem Abwärtstrend zu sein. Die Geschichten in den Wochenshows sind immer noch gut, allerdings liefern die PLEs wenig erfreuliches. 6/10

AEW WrestleDream 2024

Auch AEW präsentiert im Oktober eine Großveranstaltung.

Wir starten mit einem Match zwischen Jay White und Adam Page. Bei All Out noch im Main Event, darf Page hier die Show eröffnen. Für White war es das zweite Match nach der Verletzungspause. Ich frage mich warum man das bringen musste? Es war zweifelsohne gut, aber ließ mich relativ kalt. Eigentlich durfte keiner der Männer verlieren, aber sowas macht ja AEW gerne um gutes Pro Wrestling zu zeigen. 8/10

Der AEW Womens World Title wurde zwischen Mariah May und Willow Nightingale ausgefochten. Der Run von May ist bis jetzt nicht überzeugend, Willow ist ein großer Fanliebling. 3 Siege reichen um der Nummer 1 Herausforderer zu sein. Dieses Match machte für mich leider wenig Sinn, es schadet Willow auch eher wenn sie die wichtigen Matches nicht gewinnt. 6/10

Auch der AEW TNT Title stand auf dem Programm, Jack Perry gegen Katsuyori Shibata. Das Match hatte nur den Sinn das Segment danach aufzubauen. 5/10

Den erst kam Daniel Garcia raus um Shibata zu helfen, dann feiert MJF nach 4 Wochen sein „Comeback“, bevor Adam Cole (Bay Bay) rauskam. Totaler Overkill in diesem Segment. Ich halte Returns bei einer Paid-Show für überflüssig.

Ein Multi-Person-Match bei einem AEW Pay Per View darf natürlich nicht fehlen. In einem Three Way Dance um den AEW International Title trafen Will Ospreay, Ricochet und Konosuke Takeshita aufeinander. Ricochet ist dabei weil er das neuste Spielzeug ist, ansonsten wäre ein Singles Match zwischen Ospreay und Takeshita die bessere Wahl gewesen. Das Match war gut, teilweise zu choreografiert und lebte nur von dem Ende mit der Callis Family. Wo war eigentlich Ricochet während der Schraubenzieheraktion? 8/10

Dagegen untypisch für einen AEW Pay Per View folgte danach ein längeres Redesegment. Whos House? Swerve Strickland erzählt und erzählt, wird dann von MVP und Shelton Benjamin unterbrochen. Alle warten auf Bobby Lashley. Für sowas gibt es die Wochenshows.

Warum es Hologram gegen Beast Mortos in einem Two out of Three Match auf diese Kampfcard geschafft hat kann mir keiner erklären. War solide, mehr halt nicht. Sowas landet normalerweise in der Zero Hour. 6/10

Manchmal kramt AEW auch eine Sache aus die vor zwei Jahren passiert ist, um eine Geschichte hinter einem Match zu bringen. Das brachte uns Darby Allin gegen Brody King. War OK. 6/10

Um den AEW World Tag Team Titel ging es zwischen den Young Bucks und Private Party. Wenig erwartet, doch ich würde positiv überrascht. Das beste Bucks Match seit langem. Die Fans waren drin, das wäre der perfekte Moment gewesen Private Party zu krönen. 8/10

Auch der RoH World Title darf bei einer AEW Show nicht fehlen. Mark Briscoe gegen Chris Jericho. Egal wie gut das Match ist, ich hasse es wenn Jericho dabei ist. Brauch ich 2024  wirklich nicht mehr. 3/10

Im Main Event standen sich Bryan Danielson und Jon Moxley um den AEW World Title gegenüber. Ich mag Moxley-Matches nicht, da sie immer eine sinnlose Hardcore-Komponente bringen. In diesem Kampf hat es aber gepasst. Sehr überrascht war ich vom Titelwechsel, das Aftermath legt gute Grundsteine für die Zukunft. 8/10

AEW füllt die vier Stunden wieder bis zum Anschlag, allerdings in meinen Augen nicht immer qualitativ. 5/10

WWE Bad Blood 2024

27 Jahre nach dem ersten „Hell In A Cell“ Match begrüßt uns die WWE wieder zu Bad Blood.

Und damit starten wir direkt in den Event. Im Höllenkäfig stehen sich CM Punk und Drew McIntyre gegenüber. Es sollte das dritte Match der Fehde sein, der Abschluss. Man wusste von Anfang an wo es endet wird. Und meine Fresse haben die beiden geliefert. Es passt alles, es wurde alles perfekt aufgebaut. Es gab verdammtes Blut. Das war ein Kampf. Nach Cody/Reigns von Wrestlemania das beste Match in diesem Kalenderjahr. 10/10

Zum runterkommen folgende danach Bayley gegen Nia Jax um den WWE Womens Title. Anders als der Kampf beim SummerSlam konnte die Matchstory und das drumherum überzeugen. 1-2 Minuten zu lange, aber dennoch gute Unterhaltung. 6/10

Eine weitere Fehde sollte hier ihren Abschluss finden. Damian Priest sollte seine Judgment Day Altlast in Form von Finn Balor hinter sich lassen. Das Match war solide, Als Abschluss einer monatelangen Fehde allerdings zu wenig. 6/10

Es folgte ein Segment mit Triple H, der neue Crown Jewel Title vorstelle. Unnötig. Gunther konnte mit Goldberg interagieren und auch Sami Zayn spielte eine Rolle.

Das Lowlight des Abends, neben den Segment davor, folgte. Liv Morgan verteidigte ihren WWE Womens World Title gegen Rhea Ripley, während Dominik Mysterio in einem Haikäfig in der Luft hing. Der Kampfverlauf war ok, der Moment mit Dominik als Piniata war ganz lustig, aber das vermasselte Ende zog einfach runter. 4/10

Im Main Event standen dann Cody Rhodes und Roman Reigns Seite an Seite um es mit der Bloodline in Form von Solo Sikoa und Jacob Fatu aufzunehmen. Es war das was man erwartet. Lange Isolationen, viel Überdramatik. Es war auch zu lang. Am Ende war es ok, den Platz am Ende des Abends hatte es nur weil The Rock mal wieder vorbei schaute um sein Programm mal wieder auf Sparflamme zu setzen. 6/10

Nach einem guten Run seit Wrestlemania 40 war das nur halbgar. Das HIAC-Match ist Must-See, vom restlichen Event lohnen sich wirklich nur die letzten 10 Minuten. 6/10

AEW All Out 2024

13 Tage nach All In begrüßt uns All Elite zu All Out.

Den Abend eröffnen MJF und Daniel Garcia. In kann Garcia in seiner Rolle leider nicht ernst nehmen, dafür kommt er zu Bland rüber. MJF ist der perfekte Heel. Das Match war gut, als Opener gut geeignet. Das Aftermath ist fragwürdig. 7/10

Ein lieblos dahin geklatschtes AEW World Tag Team Title Match zwischen Young Bucks und dem Blackpool Combat Club folgte. Der Kampf zeigt auch die aktuelle Stellenwert von Tag Team Wrestling. Grade nachdem der Blackpool Combat Club in London die Trios Title holte. Solide Kost, ich hätte es nicht gebraucht. 6/10

Will Ospreay zeigt danach warum er auf einem anderen Level ist. Um den AEW International Title ging es gegen Pac. Es war spektakulär, es war wahnsinnig anzusehen. Es wird aber nicht in Erinnerung bleiben. Dafür besteht Wrestling aus mehr als dem athletischem Duell. 8/10

Das nächste Kampf zeigt was Wrestling für mich ausmacht. In einem Chicago Street Fight duellierten Kris Statlander und Willow Nightingale. Das hier hatte den richtigen Aufbau, die richtige Intensität und die richtige Umsetzung. Man wurde von beiden Damen förmlich in den Bann gezogen. 9/10

Das nächste Titelmatch, diesmal um den AEW Continental Title. Das nächste Fillermatch, in einem Four Way traten Kazuchika Okada, Konosuke Takeshita, Mark Briscoe und Orange Cassidy an. Spannung kam nicht auf, nach den zwei guten Kämpfen hatte es auch einen schlechten Spot. Ich wurde nicht warm damit. 5/10

Das Lowlight des Abends folgte. Mercedes Mone gegen Hikaru Shida um den AEW TBS Title. Ich kann total auf Mone verzichten, bis jetzt hat sie nichts gemacht was mich überzeugte. Das man mit Shida, von der ich viel halte, das schlechteste Match des Abends zauberte, spricht in meinen Augen Bände. 4/10

Bryan Danielson setzte seinen in London gewonnenen AEW World Title gegen Jack Perry aufs Spiel. Ich kann Perry in seiner Rolle nicht ernst nehmen, ich nahm auch das Match nicht ernst. Mit fast 28 Minuten war es auch viel zu lang, nicht alles muss wettbewerbsfähig sein. Hier hätten auch die Hälfte gereicht, vorallem das es nur um das ging was nach dem Match folgte. Der Blackpool Combat Club stellt sich gegen Danielson und versucht ihn umzubringen. Das war too much. 6/10

Ein Kampf mit viel Geschichte war auch der Main Event. Man benötigte ein Lights Out Steel Cage Match, um ein erstes Ende für Adam Page und Swerve Strickland zu finden. Durch die Historie erwartet man hier ein brutales Match. Warum man trotzdem Statlander/Nightingale auf den selben Abend packte, weiß wohl nur Tony Khan. Das Match war brutal, es war leider aber auch leichtsinnig und ein paar Stufen drüber. Die Sache mit den Spritzen kann man vielleicht noch als Laie sinnvoll umsetzen, aber Würfe auf einen Zementblock sind eine Gefahr die man nicht unterstützen sollte. Nein. 5/10

AEW versucht die Abende zu voll zu packen, damit haben wenige Sache die Chance richtig herauszustechen. Welchen Mehrwehrt boten das Tag Team und Continental Title Match? Guckt euch MJF/Garcia, Ospreay/Pac und Statlander/Nightingale an. Auf alles was nach dem Turn gegen Danielson folgte kann ich verzichten. 6/10

WWE Bash in Berlin

Die WWE begrüßt uns erstmals aus Deutschland zu einem Premium Live Event. Ein Ereignis an dem ich gerne live teilgenommen hätte, allerdings passte der Termin nicht im meinen Kalender. Bleibt zu hoffen das die Show so überzeugt hat, das sie wieder kommen. Monetär ist das anscheinend gelungen. Auch das Publikum war sofort heiß.

Wir starten direkt mit dem WWE Title Match zwischen dem Champion Cody Rhodes und Kevin Owens. Ein Publikumsliebling gegen Publikumsliebling Kampf hat es immer schwer spannend zu wirken, dafür hat man die Geschichte von Owens aufgespielt der sich schon mehrmals gegen seine Partner gestellt hatte. Auch die Verletzung von Cody sollte eine Rolle spielen. Der Kampf war gut strukturiert, konnte zeitweise Spannung erzeugen und war genau das was man als Opener erwartete. Inklusive Ausgang. 7/10

Die WWE Womens Tag Team Title folgten dem Eröffnungskampf. Hier wurde das Ergebnis von Clash at the Castle grade gerückt, indem Bianca Belair und Jade Cargill auf die Unholy Union trafen. Anfangs als Füllerkampf von mir abgestempelt, konnte das Publikum und das bessere als erwartete Match überzeugen. Solide Kost. 6/10

In einem Rückkampf vom SummerSlam kam es zwischen CM Punk und Drew McIntyre, die sich in einem Strap Match gegenüber standen. Besser als der erste Kampf, diesmal auch mit der nötigen Intensität für diese „Blutfehde“. Die Aufmachung des Kampfes war gut, der Einsatz des Lederriemen war gezielt. Auch das Ende konnte in der Umsetzung überzeugen. 8/10

Es folgte für WWE Verhältnisse ein ungewöhnlicher Kampf, immerhin sieht man das nicht so häufig. Ein Mixed Tag Team Match zwischen Damian Priest & Rhea Ripley gegen Dominik Mysterio & Liv Morgan. Es passte perfekt in die Story um die vier Beteiligten, die Fans waren richtig drin und der Kampf war sehr unterhaltsam. Was willst du mehr? 8/10

Zeit für den Main Event. Der als Held der Heimat präsentierte Gunther verteidigt seinen World Heavyweight Title gegen Randy Orton. Es war langatmig. Selbst das Publikum blieb hier für zeitweise ruhig. Es war eine Mischung aus einem typischen Orton (langsam, abwartend, psychologisch geführt) und Gunther (hard-hitting) Match. Es war okay. Es war gut das es der Main Event war. Ein paar Minuten bzw. ein paar Pausen weniger hätten hier wirklich geholfen. 7/10

Es war ein überzeugender PLE. Als Zuschauer wurde man sehr gut unterhalten. 8/10

AEW All In 2024

Die elitären Wrestler schlagen zum zweiten Mal ihre Zelte im Wembley Stadium auf. Im Gegensatz zu 2023 mit weniger verfügbaren Plätzen und einem großen Entrance, sah trotzdem gut aus.

Wir starten auch direkt mit einem London Ladder Match um die AEW World Trios Title zwischen dem Pacbool Combat Club, der Bang Bang Gang, dem House of Black und The Patriarchy. Ich mag keine Multi-Men Leiterkämpfe, besonders nicht mit Trios. Der Kampf war für einen Opener in Ordnung, einige spektakuläre Szenen gab es. Weniger choreographierte Elemente hätte dem ganzen Matchflow gut getan. 7/10

Als nächstes folgte ein Match um den AEW Womens World Title. Der Kampf wurde über mehrere Monate gut aufgebaut, Toni Storm und Mariah May konnte das sehr gut in ihr Match übertragen. Sehr dramatisch, in meinen Augen leider zu früh an dem Abend, in der Dunkelheit wäre das nochmal besser rübergekommen. Der Ausgang war konsequenten Booking, ich hatte meinen Spaß. 8/10

Es folgte das erste Lowlight des Abends. Chris Jericho gegen Hook um den FTW Title. Ich kann und möchte Chris Jericho nicht mehr sehen. Seine ständige Präsenz hängt mir zum Hals raus, die Geschichten in die er involviert ist bringen mich zum vorspulen. Ich finde es sehr schade das Hook, der sehr viele Lorbeeren am Anfang bekam, dadurch auch einen negativen Touch abbekommt. 2/10

Auch auf das nächste Match hatte ich wenig Lust. Ein weiteres Multi-Men Match, diesmal um die AEW World Tag Team Title. Die Young Bucks gegen FTR gegen The Acclaimed. Hier hätte mir ein normaler Tag Team Kampf der Champions gegen eins der Teams besser gefallen, dann wäre auch sicherlich sowas wie Spannung bei mir aufgekommen. Es war nett anzusehen, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. 6/10

Das Casino Gauntlet Match wurde irgendwann dieses Jahr eingeführt und die ersten Ausführungen waren bereits gut, deswegen waren auch hier die Hoffnungen groß. Grade mit Wrestlern die kein festes Match hatten konnte man hier gut spielen. So kam es zu vielen Überraschungen, neben Zack Sabre Jr. muss hier sicherlich Nigel McGuinness erwähnt werden, der nach knapp 13 Jahren wieder im Ring stand. Auch Riccochet gab hier sein Debüt, allerdings verpuffte das. Der Sieger hat mir nicht gefallen. 8/10

Der AEW American (oder International) Title zeigt das AEW zu viele davon hat. Da konnte aber im Match zwischen MJF und Will Ospreay vergessen werden. Ospreay mit einem großartigen Entrance gefolgt von einem sehr guten Kampf. Hier passte alles. 9/10

Um vom Kampf vorher runterzukommen folgte das zweite Lowlight des Abends. Um den AEW TBS Title ging es zwischen Mercedes Mone und Britt Baker. Mone hat mich in ihrem AEW Run bis jetzt noch nicht überzeugt, eher genervt. Der Kampf war schwerfällig und hat überhaupt nicht geklickt. 3/10

Das nächste Match musste enorm unter der Position leiden. Der AEW TNT Title wurde in einem Coffin Match zwischen Jack Perry und Darby Allin ausgekämpft. Das drumherum schreit schon spektakulär, auch wenn ich Perry in seiner Rolle nicht ernst nehmen kann. War ok. 6/10

Der beste Kampf des Abends. Der Main Event. Der AEW World Title gegen die Karriere von Bryan Danielson. Dieser kam mit Final Countdown zum Ring, was die Vorfreude nochmal steigerte. Auch Swerve Strickland bekam einen Spezialentrance. Das Match war perfekt umgesetzt, egal ob es die emotionale oder wrestlerische Ebene war. Auch das Ende war perfekt. 10/10

Mal wieder 4 volle Stunden, ähnlich überladen war es. Ähnlich wie bei Forbidden Door hätte man mit 3-4 Matches weniger einen wirklich perfekten Event gehabt. So komme ich auf 8/10, wobei der Abschluss die Bewertung massiv beeinflusst.

WWE SummerSlam 2024

Die größte Party des Sommers.

Wir starten direkt mit einem Kampf um den Womens World Title zwischen Liv Morgan und Rhea Ripley. Dieses Programm begleitete uns bereits seit Wrestlemania und sorgte für viele Highlights bei den wöchentlichen Raw Ausgaben. Meine Interesse daran war enorm. Worauf es am Ende hinausläuft konnte man 10km gegen den Wind riechen, es wurde aber gut umgesetzt und das Programm wird uns noch länger begleiten. 7/10

Als nächsten bekam Bron Breaker seine zweite Chance, nach Money in the Bank, den Intercontinental Title von Sami Zayn zu holen. Hier machte er kurzen Prozess. Die Bühne war würdig für den nächsten Main Eventer, allerdings hätte man auf das Match beim PLE zuvor verzichten sollen. 5/10

Yeah! Der United States Title wurde zwischen Logan Paul und LA Knight ausgekämpft. Auch hier war der Ausgang eigentlich schon vorher klar, die Umsetzung war trotzdem unterhaltsam. 7/10

Es folgte mein Lowlight des Abends. Nia Jax bekam ihren Kampf um den Womens Title gegen Bayley. Ich habe mir wenig erwartet und wurde auch damit bedient. Der Push von Nia ist konsequent und der TitleRun von Bayley war solala, ich hatte gehofft das der Money in the Bank-Koffer irgendwie eine Rolle spielt. 4/10

Auf diesen Kampf habe ich mich am meisten gefreut. Alles was zwischen CM Punk, Drew McIntyre und Seth Rollins in den letzten Monaten zu tun hatte, hatte großen Unterhaltungswert. Das ausgerechnet Seth jetzt der Ringrichter in dem Kampf zwischen Punk und Drew sein sollte, sorgte für die besondere Würze. Ich hatte hier wirklich eine harte Schlacht erwartet, diese bekam ich leider nicht. Der Kampf erzählte eine Geschichte, die gut war und einen großen Zwischenschritt für das kommende sein sollte, aber ich war am Ende trotzdem irgendwie enttäuscht. 6/10

Gunther hatte als nächstes die Chance um den World Heavyweight Title von Damien Priest anzutreten. Der Kampf hielt alles war er versprach, eindeutig der beste Kampf des Abends. Das Gunther am Ende den Title holte, war die Kirsche auf der Sahne. 9/10

Im Main Event kam es dann zur gefühlten Low Budget Version des Wrestlemania Hauptkampfes. Cody Rhodes setzte unter Bloodline-Regeln seinen WWE Title gegen Solo Sikoa aufs Spiel. Durch die Stipulation war klar in welche Richtung es gehen soll. Es war nichts nennenswertes, Solo hat diesen TopSpot nicht gerechtfertigt. Am Ende bleibt der Kampf einzig und alleine wegen der Rückkehr von Roman Reigns in Erinnerung. Diese war großartig. 7/10

Ich wurde gut unterhalten. Der SummerSlam bekommt 8/10 von mir.

WWE Money in the Bank 2024

Auf dem Weg zum SummerSlam legen wir mit Money in the Bank den letzten großen Zwischenstopp ein.

Den Abend eröffnen die Männer, die um den Koffer in einem Leiter Match antreten. Während Drew McIntyre, Jey Uso, Chang Gable, LA Knight und Carmelo Hayes durch ihre prominente Rolle bei Raw oder SmackDown einen logischen Platz hatten, war Andrade einfach nur eine komische Wahl. Ein Match das durch spektakuläre Spots lebt, dafür war es gut. Es bleibt nicht lange in Erinnerung. 7/10

Samy Zayn setzte seinen Intercontinental Titel gegen Bron Breakker aufs Spiel. In einem starken Match, das grade die Stärken von Breakker aufzeigte und behutsam einen zukünftigen Main Eventer aufbaut, wechselte der Titel für mich überraschend doch nicht. Die Story wird noch nicht vorbei sein, ich bin gespannt. 7/10

Trish Stratus, die Gastgeberin des Abends, erzählte dann kurz über ihre Geschichte mit der Halle, bevor sie John Cena ankündigte. Bei seinem Überraschungsauftritt kündigt dieser seinen Rücktritt vom Wrestling an. 2025 ist sein letztes aktives Jahr, er wird beim Royal Rumble, bei Elimination Chamber und bei WrestleMania dabei sein. Mal sehen wie man das aufbaut, ich bin sehr gespannt und freue mich auf den letzten Ritt der Ikone.

Der Kampf um den World Heavyweight Title zwischen Damian Priest und Seth Rollins sollte eine interessante Wendung bekommen. Drew machte das wahr, was er bei Raw erzählte: Er setzt den Koffer am selben Abend ein. So wurde aus diesem Kampf ein Triple Threat Match. Nachdem alles danach aussah als würde Drew die Halle als Champion verlassen, griff CM Punk ein und verhalf Damian Priest zur Titelverteidigung. Punk stach damit zwei seiner Kontrahenten aus. Sehr gut umgesetzt war der Zeitpunkt des Eingriffs, da durch die Umwandlung in einen Triple Threat auch die Möglichkeit für eine Disqualifikation aufgehoben wurde. 6/10

Der Leiter-Kampf der Damen wollten den Herren nichts nachstehen und so gab es auch hier spektakuläre Spots. Hier waren alle Damen logisch, immerhin sieht man Tiffany Stratton, Chelsea Green, Iyo Sky, Lyra Valkyria, Naomi und Zoey Stark regelmäßig bei Raw oder Smackdown. Leider ist es an einigen Stellen unsauber, sonst wäre es mein Kampf des Abends gewesen. 6/10

Den Abend beendeten dann der WWE Champion Cody Rhodes an der Seite von Randy Orton und Kevin Owens, die es mit der Bloodline, vertreten von Solo Sikoa, Jacob Fatu und Tama Tonga. In einem klassisch übertriebenen Main Event, das vorallem zeigte was für ein Diamant Jacob Fatu ist, wurde die Geschichte um die Bloodline interessant weiter erzählt. Das bleibt nicht in Erinnerung, war aber ein guter Abschluss. 6/10

Money in the Bank war der erste schwächere Event nach Wrestlemania. Man konnte ihn gut weggucken, es bleibt aber kaum was in Erinnerung. Wenn man die Highlights guckt, kann man sich die drei Stunden schenken. 6/10